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48. Ulmer Gespräch am 12./13. Mai 2027

12./13. Mai 2027
Stadthaus Ulm
Ulm

KI und ihre Anwendung in der Industrie sind den Kinderschuhen entwachsen. Gerade deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dass sich ein Expertenforum wie das Ulmer Gespräch ausführlich mit dieser Thematik befasst — mit Offenheit für neue Möglichkeiten, aber auch mit der notwendigen kritischen Distanz, die für tragfähige industrielle Innovationen unverzichtbar ist.

Was vor wenigen Jahren noch überwiegend als Zukunftsthema diskutiert wurde, findet heute zunehmend konkrete Anwendung — in der Prozessüberwachung, Qualitätssicherung, Produktionsplanung, Ressourceneffizienz und Wissenssicherung.

Die Herausforderung besteht nun darin, die schnellen Entwicklungen im Bereich der KI rechtzeitig zu erkennen, sachlich zu beurteilen und dort, wo ein tatsächlicher Nutzen entsteht, pragmatisch in die Praxis zu übertragen. Nicht jede neue Möglichkeit wird automatisch zu einem Mehrwert. Gerade deshalb braucht es einen objektiven Blick, fundierte Erfahrung und die Fähigkeit, technologische Versprechen von industriell tragfähigen Lösungen zu unterscheiden.

Für die Oberflächentechnik im Besonderen ergeben sich daraus große Chancen. Die Zusammenhänge sind häufig komplex, interdisziplinär und durch eine Vielzahl von Einflussgrößen geprägt. Gleichzeitig gibt es zahlreiche spezialisierte Nischenanwendungen, in denen Erfahrung, Prozesswissen und Detailverständnis entscheidend sind. Damit ist die Oberflächentechnik ein vielversprechendes Anwendungsfeld für KI — aber auch ein Bereich, in dem einfache Antworten und pauschale Versprechen den tatsächlichen Anforderungen oft nicht gerecht werden.

Um neue Möglichkeiten durch KI erfolgreich in einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Branche zu übersetzen, bedarf es tiefgehender Expertise in beiden Bereichen: in der Informationstechnologie ebenso wie in der Oberflächentechnik. Erst die Verbindung von Datenkompetenz, Prozessverständnis und industrieller Erfahrung ermöglicht Lösungen, die nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch praktisch nutzbar, wirtschaftlich sinnvoll und verlässlich sind.

Das diesjährige Ulmer Gespräch soll Impulse geben, wie künstliche Intelligenz in der Oberflächentechnik sinnvoll eingesetzt werden kann. Beiträge aus Forschung und Industrie werden zeigen, wo KI bereits heute konkrete Vorteile bietet, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung erfüllt sein müssen und welche Grenzen bei aller Begeisterung nicht aus dem Blick geraten dürfen. Dabei stehen praxisnahe Beispiele, realistische Einschätzungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Im Rahmen des traditionellen, abendlichen Treffens in lockerer Atmosphäre mit rustikalen Speisen und kühlen Getränken ist wieder Gelegenheit zur Aufnahme und Vertiefung sowie zur Weiterführung fachlicher Gespräche wie auch persönlicher Kontakte gegeben.