Zum Hauptinhalt springen
Galvanisierter Kunsstoff im Auto, Heizung
Bild galvaniserter Kunsstoff im Auto, Freisprechanlage
Kunsstoffe in verschiedenen Farben galvanisiert

ECHA-Consultants informierten sich über Nickelverbindungen

Zur Erarbeitung europäischer Arbeitsplatzgrenzwerte für Nickel in Verbindungen hat die ECHA unter anderem die Beraterfirma RPA (risk and policy analysts) engagiert. Der ZVO hat gemeinsam mit einigen Mitgliedsfirmen schnelle und unbürokratische Unterstützung in Form von Unternehmensbesichtigungen geleistet.

Die Consultants vor Ort bei der Anke GmbH in Essen (v.l.): Sophie Garrett (RPA), Dr. Malte-Matthias Zimmer (ZVO), Carsten Mendus (Anke GmbH), Kai-Sebastian Melzer (Ni-Institute), Thomas Jodl (Anke GmbH), James Hanlon (RPA)

Die Berater von RPA zu Besuch vor Ort, hier bei der Anke GmbH

Die Consultants von RPA[1] sollen aussagekräftige Informationen zur Risikosituation und zu den sozioökonomischen Folgen erarbeiten. Daher hat sich die Beraterfirma im Februar 2019 über das internationale Nickel-Institut an die Industrie gewandt, mit der Bitte, vor Ort in den Unternehmen mehr Informationen über Verwendung und Handhabung von Nickelverbindungen gewinnen zu können. Ein Schwerpunkt ist wieder die Oberflächentechnik, die anscheinend für Berater wie Behörden aufgrund ihrer Komplexität kaum einzuschätzen ist.

Erschwerend kam hinzu, dass die bearbeitenden Partner bei RPA bisher noch nie einen Oberflächenbetrieb besichtigen konnten, was sie selbst als Manko beurteilten. Der ZVO erklärte sich gemeinsam mit einigen Oberflächenunternehmen bereit, diese Wissenslücke zu schließen und kurzfristig Besuche vor Ort zu ermöglichen. Eile war geboten, da bereits Ende März der Bericht von RPA bei der ECHA vorliegen muss. Es bot sich die Umgebung von Solingen an, da hier unterschiedlichste Vertreter der Oberflächenbranche anzutreffen sind.

ZVO und Mitgliedsfirmen ermöglichten detaillierte Information vor Ort

Innerhalb von 24 Stunden wurden vier Betriebe besucht: als Formulierer und Zulieferer die Firma HSO Herbert Schmidt GmbH & Co KG und die Beschichter BIA Kunststofftechnik GmbH & Co KG, Galvano Röhrig GmbH sowie die Firma Anke GmbH & Co KG.

Im direkten Kontakt mit den Praktikern und Firmenvertretern ließen sich viele Unklarheiten beseitigen. Die RPA-Vertreter erhielten detaillierte Aussagen zu Handhabung, Exposition, Risikominimierungsmaßnahmen, Anzahl exponierter Mitarbeiter und vielem mehr. Sie gaben zu, wie wichtig diese Eindrücke vor Ort sind und Ausarbeitungen sonst häufig auf Schätzungen beruhen. Auch die Begleiter vom Nickelinstitut werteten die Informationen als außerordentlich hilfreich, nicht nur für den vorliegenden Fall. RPA und Nickelinstitut zeigten sich zufrieden und dankbar für die rasche Unterstützung.

Der ZVO rechnet damit, dass der Abschlussbericht zu realistischeren Aussagen kommen wird als ähnliche Ausarbeitungen in jüngerer Vergangenheit.

[1] www.rpaltd.co.uk