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ZVO-Fachbereich Chemie und Anlagen blickt pessimistisch in die Zukunft

Der ZVO-Fachbereich Chemie und Anlagen, die Interessenvertretung der Zulieferindustrie innerhalb des ZVO, kam am 8. Mai 2020 zu einer Videokonferenz zusammen. Die beteiligten 21 Mitgliedsunternehmen verzeichnen infolge der Coronakrise deutliche Einbußen.

Cropped Image Of Businessman Using Laptop At Desk In Office

Der Fachbereich Chemie und Anlagen tauschte sich in einer Videokonferenz aus.

Themen der Online-Zusammenkunft waren die Ergebnisse der ZVO-Mitgliederumfrage zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie die eigene Situation – rückblickend, aktuell und perspektivisch: der Umgang mit Kurzarbeit, Homeoffice, Forderungen nach verlängerten Zahlungszielen, unterbrochene Lieferketten etc.

Aufgrund der Coronakrise erwarten die Mitgliedsunternehmen des Fachbereichs nach einem bereits schwachen Jahr 2019 für 2020 weitere deutliche Einbußen. Nach einem guten ersten Quartal, infolge von Hamsterkäufen zum Teil auf Rekordniveau, sind die Umsätze in der Folge um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Rückgänge waren vor allem im Automobilbereich zu verzeichnen. Im April und Mai 2020 war voraussichtlich die Talsohle für das Jahr 2020 erreicht, sofern es nicht zu erneuten Einschränkungen aufgrund einer zweiten Infektionswelle kommt. Der Fachbereich hat auf die Situation mit Homeoffice, Schichtarbeit oder auch Kurzarbeit reagiert. 

Für Juni zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend, vor allem mit Blick auf den internationalen Markt: Während das Geschäft in Indien und Russland noch nahezu ruht, läuft der asiatische Markt, vor allem China, wieder an. Viele Firmen nehmen die Produktion wieder auf. Bis die Lieferketten jedoch wieder durchgängig funktionieren, wird es dauern. Für das Gesamtjahr 2020 gehen die Unternehmen des Fachbereichs Chemie und Anlagen von einem Umsatzminus von etwa 20 Prozent aus.