• Bild galvaniserter Kunsstoff im Auto, Freisprechanlage
  • Kunsstoffe in verschiedenen Farben galvanisiert
  • Galvanisierter Kunsstoff im Auto, Heizung

Förderung für umweltfreundliche Galvanisierung

Das Bundesumweltministerium fördert ein Pilotprojekt von BIA mit rund fünf Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm. Das Programm unterstützt seit 1979 Unternehmen dabei, innovative, umweltentlastende technische Verfahren in die Praxisanwendung zu bringen.

Logo Umweltinnovationsprogramm

Das Programm fördert die Praxisanwendung innovativer, umweltentlastender Verfahren.

Die BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG wird in Solingen eine Demonstrationsanlage zur innovativen Beschichtung von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie einrichten. Die neuartige Anlage verfügt über eine integrierte und kombinierte Abluftbehandlungs- und Wärmerückgewinnungsanlage. Im Rahmen dieses innovativen Projekts soll die Produktionslinie für galvanisierte Kunststoffteile komplett auf chromtrioxidfreie Prozesse umgestellt werden. Im Vorbehandlungs- und Verchromungsprozess setzt das Unternehmen auf umweltfreundliche Technologien, die erstmalig in Deutschland im großtechnischen Maßstab umgesetzt werden. Ziel ist es, Emissionen in Luft und Wasser sowie auch den Anfall von chromhaltigen Schlämmen zu vermeiden. Durch die Umstellung auf ein chromtrioxidfreies Verfahren will BIA jährlich 15 Tonnen Chromtrioxid einsparen. Außerdem kann das Unternehmen auf viele weitere gesundheits- und umweltschädliche Stoffe verzichten, die heute noch für die Verarbeitung von Chromtrioxid nötig sind. Die innovative Anlagentechnik soll auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und jährlich rund 129 Tonnen CO2 einsparen. 

Das Bundesumweltministerium fördert die großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie über das Umweltinnovationsprogramm. Ausschlaggebend für die Förderung war, dass das Vorhaben über den Stand der Technik hinausgeht und Demonstrationscharakter hat. Das Programm fördert das Potenzial, dass aus der Synergie von technischen Verfahren und industrieller Produktion sowie ökologischen und ökonomischen Anforderungen entsteht.

2016/2017 wurde unter anderem bereits das Projekt „Oberflächentechnik für Leichtbaustoffe mit Alupass2020“ der Holder GmbH, ebenfalls Mitglied des ZVO, über das Umweltinnovationsprogramm gefördert. Weitere Informationen unter Umweltinnovationsprogramm.de